Gott(es)frage

Gewiss, sie zeichnen Fratzen und schreiben „Gott“ darunter; sie morden einander und sagen „im Namen Gottes“.

Aber wenn aller Wahn und Trug zerfällt, wenn sie ihm gegenüberstehen im einsamsten Dunkel und nicht mehr „Er, er“ sagen, sondern „Du, Du“ seufzen, „Du“ schreien …

und wenn sie dann hinzufügen „Gott“, ist es nicht der wirkliche Gott, den sie alle anrufen, der Eine Lebendige, der Gott der Menschenkinder? Ist nicht er es, der sie hört? …

Wir können das Wort „Gott“ nicht reinwaschen, und wir können es nicht ganz machen; aber wir könne es, befleckt und zerfetzt wie es ist, vom Boden erheben und aufrichten über eine Stunde großer Sorge.
(Martin Buber, 1878 – 1965, Religionsphilosoph)


theolalie

der seinen beweisern
beweist
dass der bewiesene
nie
der zu beweisende
ist
(Kurt Marti, *1921, schweizer Schriftsteller und Pfarrer)


Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht allen so. Glaube nicht, dass deine Unruhe daher rührt, dass es keinen Gott gibt … Wenn einer an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, so heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.
(Lev Tolstoj, 1828 – 1910, russischer Schriftsteller)  

In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.
(aus der Bibel: Apostelgeschichte 17,28)

Worauf Du dein Herz hängest und verlässest, das ist eigentlich dein Gott.
(Martin Luther, 1483 – 1546, Augustinermönch und Reformator)

(red)


Druckansicht
Zurück
Suchen | Spiritualität | (Um)Welt | Verantwortung | Leben & mehr | Tod & mehr | Gott(es)frage | Jesus Christus | Heilige Schrift | Beten | xp?
Impressum